Iris Zajac von Raw For Good Gourmet-Rohkost-Rezepte aus Wien im Interview

Iris Zajac von Raw For GoodHeute möchten wir Euch Iris Zajac aus Wien vorstellen, sie begeistert sich seit Januar diesen Jahres für die Rohkost und betreibt den „Raw For Good“ Rezept-Blog zum Thema .

Wie bist Du zur Rohkost gekommen?

Ich bin schon seit meinem 16ten Lebensjahr – mit kleinen Unterbrechungen- Vegetarier. Doch erst im vergangenen Jahr ist mir die Rohkost sehr bewusst geworden. Ich war viel unterwegs und sie ist mir quasi auf all meinen Reisen gefolgt – Da hörte ich erstmals von einem geheimnisvollen Wundermixer, von Superfoods, dann die Sonnendiet und auf einmal sah ich überall nur mehr Rohkost 🙂 Der Fakt, dass ich nun als eingefleischte Naschkatze nun endlich auch ohne schlechtem Gewissen naschen durfte was ich will, hat mich dann entgültig überzeugt 🙂

Wie sieht Deine Ernährung aus (vegan, Instincto etc.)? Wie viel % Rohkost Anteil hast Du? Falls nicht 100% – gibt es auch Mal Ausnahmen und welche?

Ich ernähre mich zu 99%  vegan und zu ca. 90-99% rohköstlich. Alle paar Wochen kommt es vor, dass ich einfach Lust auf ein spezielles Gericht habe, und das möchte ich mir auch nicht verwehren. Ich möchte niemals das Gefühl haben, dass ich irgendetwas nicht essen „darf“ und niemals das Gefühl haben, dass meine Ernährung eine Einschränkung bedeutet – natürlich unter Rücksichtnahme auf andere Lebewesen. Das wäre komplett gegen meine Lebensphilosophie von Freiheit, und dass man sich das erlauben soll, das einen wirklich von Herzen glücklich macht.

Seit wann ernährst Du dich rohköstlich?

Seit Jänner diesen Jahres – quasi der Neujahresvorsatz 🙂

Welche Veränderungen hast Du psychisch und physisch durch die Rohkost festgestellt?

Besonders in den ersten Wochen habe ich massive Veränderungen wahrgenommen. Früher habe ich gegessen auch wenn ich keinen Hunger hatte – zum Teil aus sozialen Gründen – mit der Rohkost habe ich auf einmal ein Sättigungsgefühl wahrgenommen. Früher war ich immer sehr blass, jetzt habe ich auf einmal von vielen Leuten gehört „Wow, du bist so braun“ (Und das war im Februar). Allgemein habe ich von vielen Leuten das Feedback bekommen, dass ich jetzt viel gesünder aussehe. Ich hatte mein Leben lang Gastritis – auch die ist auf einmal wie verschwunden. Gewichtsmäßig hat sich nicht sonderlich getan – anfangs hatte ich etwas abgenommen aber jetzt ist mein Gewicht ziemlich stabil.

Was psychische Veränderungen betrifft, ist es für mich schwer zu sagen, was auf die Ernährung zurückzuführen ist und was nicht. Ich befinde mich allgemein bereits seit den letzten 2 -3 Jahren in einem starken Wandel. Sicher ist, dass ich heute mehr ich selbst sein kann und mich weniger darum kümmere, es anderen übermäßig recht zu machen 😉

Wo lebst Du? Was hast Du gelernt und was arbeitest Du heute?

Ich lebe ihn Wien, habe hier an BWL studiert und arbeite bei PwC. Im Herbst werde ich noch ein Zweitstudium Psychologie beginnen.

Iris Zajac von Raw For Good

Hast Du Vorbilder unter den Rohköstlern (lebende Rohköstler und Urväter der Rohkost)?

Ich muss gestehen, dass ich nicht sehr viele der Rohkosturväter kenne. Ich habe gerade den Matthew Kenney Raw Cuisine Level 1 und 2 Kurs abgeschlossen. Seine Arbeit ist für mich definitiv vorbildhaft – Sie ist ästhetisch und vielseitig. Ich habe viele Techniken gelernt an die ich vorher nicht einmal gedacht hätte und gesehen wie abwechslungsreich man Rohkost gestalten kann!

Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?

Mein Traum ist es mich selbständig zu machen. Am liebsten hätte ich in 10 Jahren ein kleines Yoga Studio (ich bin auch ausgebildete Yogalehrerin) mit einem kleinen Bistro davor, in dem ich kleine Rohkostsnacks und ähnliches anbieten kann!

Hast Du Tipps für angehende Rohköstler?

Ich denke das wichtigste ist nicht zu streng mit sich selbst zu sein. Wir denken oft, dass wir jetzt 100% zu einer Ernährungsweise stehen müssen und haben dann immer Gedanken darüber im Kopf was wir nun alles NICHT dürfen. Wenn wir dann noch einen kleinen Ausreißer machen, haben wir ein schlechtes Gewissen und geben dann auch oft auf weil wir glauben „Ich kann das eh nicht“. Dabei ist jeder Schritt ein guter Schritt. Jedes bisschen mehr Rohkost im Leben kann gutes für uns bewirken! Erlaube dir einfach alles und du wirst ganz von allein mehr Rohkost essen, wenn es für dich denn so sein soll. Und wenn nicht jetzt sofort, dann vielleicht später.

Engagierst Du Dich in einer Rohkost-Gruppe?

Ich selbst habe ja meinen Blog und die dazugehörige Facebook Seite RAW for good auf der ich mich natürlich sehr engagiere.

Zusätzlich poste ich auch regelmäßig bei Rohkost für Anfänger, Germany goes RAW und einigen anderen englischsprachigen Seiten

Was ist Dir außerhalb der Rohkost wichtig?

Was diese Frage angeht, treffe ich glaube ich das Klischée ziemlich genau 😉 Als Yogalehrerin sind mir auch all möglichen Fragen der Spiritualität und deren Zusammenführung mit der Wissenschaft sehr sehr wichtig – was sich nun auch in meiner Studienwahl wiederspiegelt.

Ansonsten ist es mir wichtig so viel es geht an mir zu arbeiten und „Ahimsa“ (Gewaltlosigkeit) zu üben – zB. Ich bin selbst sehr gerne in der Natur und liebe Tiere daher ist mir auch deren Bewahrung und respektvoller Umgang sehr wichtig.

Welche Hilfsmittel oder Geräte nutzt Du zur Zubereitung Deiner Rohkost-Gerichte?

Durch den Kurs habe ich einige Geräte für die Rohkostzubereitung kennengelernt. Da gibt es natürlich den „Vitamix„, einen „Excalibur Dehydrator„, ein Vakuumiergerät und die „The Smoking Gun“ für Kalträuchern. Zusätzlich natürlich auch einen Nahrungsmittelzerkleinerer und Spiralisiergerät für Rohkostspaghetti.

Du möchtest mehr über Iris erfahren? Dann besuche doch einfach ihren Blog und ihre facebook-Seite!

Raw-for-goodRaw For Good Gourmet-Rohkost-Rezept-Blog

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