Lisa Mattes von rohtopia über ihren Weg zur Rohkost

Lisa Mattes - RohtopiaHeute möchte ich Euch Lisa Mattes vorstellen, die vielen Rohköstlern sicher durch ihren rohtopia-Blog und ihre Rezept-Videos auf youtube bekannt ist. Lisa hat sich durch die Rohkost und Saftfasten von einer schweren Allergie mit Hautausschlägen befreit und mittlerweile ein Rezeptbuch mit dem Namen „Raw Food Selbst Gemacht – Über 60 simple für einen glücklichen Körper und Geist“ veröffentlicht! Aber lest bitte selbst:

Wie bist Du zur Rohkost gekommen?
Das allererste Mal habe ich im Blog von wwww.shazzie.com über Rohkost gelesen. Davor habe ich zwar immer schon viel Obst und Salat gegessen, und war auch mehr der Beilagenesser, aber dass es Rohkost als Ernhrungsart gibt war mir nicht bewusst.

Wie sieht Deine Ernährung aus (vegan, Instincto etc.)? Wie viel % Rohkost Anteil hast Du? Falls nicht 100% – gibt es auch Mal Ausnahmen und welche?
Seit wann ernährst Du dich rohköstlich?
Ich bin phasenweise 100% rohköstlich und ernähre mich in diesen Phasen auch vegan. Als Veganer würde ich mich aber auch dann nicht bezeichnen da das ja eine ganze Lebenseinstellung ist und mehr als einfach nur Dinge zu essen die einem gut oder besser tun. Ich habe allerdings schon seit Jahren kein Fleisch oder Geflügel gegessen, Fisch nur in sehr geringen Mengen und da meist roh, Eier und Milchprodukte so gut wie nie. In letzter Zeit habe ich einige Male Käse gegessen, aber nach und nach interessieren mich all diese Produkte immer weniger. Ich glaube es wird mal wieder Zeit für eine Rohkostphase 🙂 Darüber schreibe ich dann vielleicht auch wieder ein Tagebuch, mal sehen.

Welche Veränderungen hast Du psychisch und physisch durch die Rohkost festgestellt?
So richtig angefangen habe ich mit Rohkost nach einer 5 wöchigen Saftkur. Jeden Tag mindestens 4l Saft (75% Gemüseanteil) und dazu Hydro Colon Therapien. Ich habe das gemacht um mich von Allergien zu befreien und gleichzeitig von Chemie zu reinigen, Medikamenten, Ablagerungen etc. Und das hat geklappt. Seit dieser Saftkur 2009 habe ich nicht wieder allergische Ausschläge gehabt. Ausserdem sind meine Haare dichter und unglaublich schnell gewachsen und nach nur einer Woche grüner Smoothies waren meine Beine wie fotogeshoppt – super glatte Haut ohne Dellen. Oh und meine Zaehne wurden weisser, ich glaube das kommt von Erdbeeren, und mein Teint strahlender, das führe ich auf Grüne Smoothies zurück.
Psychisch: ich habe begonnen, mich mehr den Dingen zu widmen die ich mag. Tauchen, Yoga, Laufen, und dann auch Rohkost. Ich habe eine Yogalehrerausbildung gemacht, und vor einem Jahr eine Freitauchlehrerausbildung. Ausserdem habe ich mit Rohtopia begonnen. Mir scheint dass ich ausserdem einerseits gelassener geworden bin, andererseits enthusiastischer, und ausserdem im Durchschnitt besser aufgelegt bin.

Wo lebst Du? Was hast Du gelernt und was arbeitest Du heute?
Ich lebe derzeit in Toronto in Kanada und mein gelernter Beruf ist Flugverkehrsleiter. Heute arbeite ich als Yogalehrerin, Freitauchlehrerin und vor allem Rohtopia-Schafferin und Rezeptbuch-Autorin.

Hast Du Vorbilder unter den Rohköstlern (lebende Rohköstler und Urväter der Rohkost)?
Shazzie finde ich immer noch gut, ausserdem Gabriel Cousens, bei dem würde ich gerne mal eine Ausbildung oder einen Kurs machen.

Wo siehst Du Dich in 10 Jahren?
Workshops gebend, Freitauchend, Yogaturnend .. aber wer weiss was kommt – ich habe so viele verschiedene Ideen dass es nahezu unmöglich ist, zu sagen wo ich in 5 Jahren bin, geschweige denn in 10. Ich sehe mich allerdings strahlend gesund, froh und mit Sonne, Freude und Liebe im Herzen.

Hast Du Tipps für angehende Rohköstler?
Sich selbst nicht all zu ernst nehmen, wenn man mal was nicht so Gesundes isst.

Kein Missionar werden, lieber einfach vorleben. (Be the change you want to see in the world, Gandhi. Oder: leading by example. Oder: walk your talk.)
Ein gutes Rezeptbuch besorgen, zb bei amazon – Rohtopia 😉

Engagierst Du Dich in einer Rohkost-Gruppe?
Ich war in der ersten Zeit in einem australischen Forum recht aktiv, www.raw-pleasure.com.au, mittlerweile habe ich dafür nur wenig Zeit. Ich bin aber in der Yahoo Group der Toronto Raw Foodists, und würde da gern mal wieder bei einem Potluck dabei sein.

Was ist Dir außerhalb der Rohkost wichtig?
Freiheit und Liebe.

Welche Hilfsmittel oder Geräte nutzt Du zur Zubereitung Deiner Rohkost-Gerichte?
Täglich: Vitamix, Messer
alle 2 Tage: Gemüsereibe
Alle 14 Tage; Dehydrator, Keimschalen.

Wenn Ihr mehr über Lisa erfahren wollt besucht bitte ihren Rohkost-Blog, schaut euch die wirklich schön gemachten Rohkost-Rezept-Videos auf Youtube an und wenn ihr Anregungen sucht dann kauft euch das oben erwähnte Rezeptbuch!
Rohtopia auf facebook

 

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3 Antworten auf Lisa Mattes von rohtopia über ihren Weg zur Rohkost

  1. Tolles Interview, hat mir gefallen und noch mehr, dass ich mal wieder einen tollen Kanal auf YouTube abonnieren kann. Wird mich auf meinem Weg zurück zur natürlichsten Art der Ernährung sicherlich begleiten und inspirieren. Danke, danke und nochmals: Danke! 🙂

    Alles Liebe,
    Nate

  2. OneBBO sagt:

    Immer diese Wertigkeiten. Was soll das heißen „natürlichste Art der Ernährung“? Das ist so, als wenn ich das Klopfen von Text in Steine als „die natürlichste Art des Schreibens“ bezeichne.
    Nichts dagegen, wenn jemand Rohkost zu seiner Ernährungsweise macht – aber bitte doch nicht immer mit diesen Behauptungen, die durch nichts belegbar sind. Warum sonst, wenn es so natürlich ist, haben ALLE Völker, sobald sie das Feuer kannten, auch ihr Essen heiß gemacht?
    Rohkost ist „natürlich“ für Tiere. Ein Schimpanse kratzt sich beim Essen auch am Gesäß. Ich machte das nicht und verzichte gerne auf diese „Natürlichkeit“.
    Ich finde einen hohen Rohkostanteil an der Ernährung wichtig, wer mich „kennt“, weiß das. Aber mir geht echt immer die Hutschnur hoch, wenn ich dieses „natürlichste“ oder noch schlimmer die ungrammtische Konstruktion „rohköstlich“ lese…. 🙂

  3. Simon sagt:

    Rohkost ist für mich auch die „natürlichste Ernährung“, es ist für mich kein Argument, dass ALLE Völker ihr Essen oder einen Teil ihres Essens erhitzen, auch Naturvölker sind kein Argument.

    Die Menschenaffen sind für mich hingegen schon ein Argument, auch wenn durch „Kratzen am Gesäß“ wieder Mal der Eindruck erweckt werden soll, dass der Mensch die „Krone der Schöpfung“ ist! Wenn man sich anschaut, was der Mensch alles angerichtet hat und weiter anrichtet, dann ist „Kratzen am Gesäß“ für mich das kleinste Problem 😉
    Bei Tierversuchen durch die Pharmaindustrie werden die Menschenaffen gerne als Argument verwendet wegen ihrer „Nähe“ zum Menschen, wenn die Ergebnisse dann nicht den gewünschten Ergebnissen der Auftraggeber entsprechen, dann heisst es „Wir sind keine Affen“ und „das ist so nicht übertragbar“.

    Und was spricht eigentlich gegen den Begriff „rohköstlich“? Wir wissen doch nicht, ob es eine Zusammensetzung der beiden eigenständigen im Duden auffindbaren Begriffe „roh“ und „köstlich“ ist, warum sollte man die beiden Begriffe nicht kombinieren? Gegen „zeitintensiv“ oder „beratungsresistent“ ist ja auch nichts einzuwenden. Es gibt halt Begriffe, die NOCH nicht im Duden stehen 🙂

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