Bericht vom Erfurter Rohkosttreffen 13. November 2011

ErfurtBevor der Wecker noch klingeln konnte, öffnete ich die Augen. Was hatte mich geweckt? Ach so, heute wollen Horst und ich nach Erfurt, zum Rohkosttreffen. Gestern habe ich noch mit Margit und Petra gesprochen. Alles war soweit vorbereitet, alles in Ordnung, Rudi unser Kater, versorgt, die Lichter aus und nun konnte es losgehen. Wir, Petra aus Dessau und Margit aus Wolfen, trafen uns am Bahnhof in Bitterfeld. Der Zug fuhr pünktlich 7.20 Uhr vom Bahnsteig drei. In Halle stiegen wir um. Bei unserem dortigen Aufenthalt, versorgten wir uns mit frischem Obst. Die Entscheidung war nicht einfach, das Angebot war sehr vielfältig. Die leuchtenden Kakis eroberten uns und so wurden sie in meinem Rucksack verstaut. Alles klappte prima. Im Zug nach Erfurt schmeckte uns Vieren das mitgebrachte Frühstück. Petra bot uns bräunliche Kugeln, Rohkostpralinen, an, die sich als sehr lecker entpuppten. In Erfurt angekommen war es neblig und der Jahreszeit entsprechend frisch. Im November konnten wir schon den nahenden Winter riechen aber das störte uns bei dem halbstündigen Fußmarsch zur Halle, wo das Treffen stattfinden sollte, nicht im Geringsten. Frohgemut und in Gesprächen vertieft, kamen wir in der Messehalle an, bevor es richtig voll wurde. Wir entrichteten unseren Obolus und suchten uns weit vorn Platz. Schnell waren die Plätze rar, denn es hatten sich mehr als 300 Rohkostorientierte angemeldet. Petra, die das erste Mal hier war sagte erstaunt: „Elvira, Margit, schaut doch mal, wie viele Menschen es bereits gibt, die sich hier in Erfurt treffen. Das hier so viele sind, hätte ich gar nicht gedacht.“ Mit leuchtenden Augen bestätigte Margit, die das schon zum fünften Mal mit erlebte „Ja anfangs waren gerade mal so um die 50 Interessierte anwesend aber immer waren die Jüngsten Besucher noch im Tragetuch und die Ältesten waren weit über 80 Jahre, genau wie heute.“ „Schaut nur, da werden schon die ersten Stände mit dem Essen aufgebaut und do  rt hinten gibt es wieder reichlich Bücher, Algen und so“, meldete sich Horst zu Wort und zeigte in die Richtung, aus der wir gerade in den Saal hinein gekommen waren. Leider fehlte der Stand mit dem tollen Kümmelsenf und anderen Leckereien. Auch fehlte der Versand, welcher Trockner mit Maximaltemperatur von 40 Grad Celsius angeboten hatte. Heute gab es Energiegeladene Steine zu bewundern, die für uns viel zu teuer waren, auch wenn sie toll aussahen und bestimmt eine energetisierende Wirkung haben, wie es versprochen wurde. Wie beim letzten Treffen wurde diese Veranstaltung mit einem Liedchen eröffnet und alle sangen mit.

„Froh zu sein bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König.“

Das ganze ist ein Kanon und wird wiederholt. Der linke Block sang allein weiter und der rechte Block stimmte mit dem Singen ein, als die erste Hälfte des Kanons von der anderen Gruppe geträllert wurde. Das gab gute Laune und erheiterte außerdem.

Der erste Redner, ein Arzt der Naturheilkunde, hatte eine super starke positive Ausstrahlung. Während des Vortrages, dem gebannt alle Anwesenden lauschten, zeigte er auf der Bühne, ohne Vorbereitung seine Fitness an, indem er einen Kopfstand auf dem blanken Holzboden vorführte. Das geschah wie in Zeitlupe so langsam, und dabei so sicher, dass es und dies nicht nur mir, volle Hochachtung abverlangte. Der Doktor Scheel verströmte eine Ruhe und Gelassenheit, die fast greifbar war. Mittels Bildwiedergabe, von lustigen Comics oder tiefsinnigen Sprüchen, brachte der Doktor uns zum Lachen und auch zum Nachdenken.
Das Motto war bei ihm, „Ein Leben lang gesünder aus eigener Kraft“ oder „Jeder Patient ist ein Wunder gelebter Inkonsequenz.“ Ein toller Tipp von ihm war: „Jeden Tag sollte sich Jeder eine feste Zeit nur für seine Gesundheit nehmen, sonst muss er sich später, viel Zeit für seine Krankheit nehmen!“

Gesund werden kann Jeder, wenn er sich mit positiven Gedanken versorgt, die Geduld eines Steines hat und das Richtige zur richtigen Zeit und am richtigen Ort erlebt und wenn es erst ein mal ein Anfang gegeben hat, kann Jeder getrost weiter auf diesem Weg schreiten. Ein Jeder merkt schnell, wie gut ihm das tut und wie er allmählich gesunden wird.
Totale Gesundheit erreicht man durch Rohkost, dem richtigen Maß an Licht, gutes und lebendiges Wasser, Liebe geben und nehmen. Weil man damit die richtige Energie des Lebens zum fließen bringt, kann ein Jeder auch wieder gesund und glücklich werden.

Die Firma Keimling vertreten durch Ertfried Hufnagel, welche auch ihre Produkte vor Ort verkaufte, stellte sich vor und sprach heute über die Bedeutung des Vitamins B 17. Beim Keimen lassen von Samen, wie zum Beispiel Sonnenblumenkerne, Mungobohnen oder Kresse entstehen diese Vitamine. Besonders interessant fand ich dabei, dass Mönche, die in der Nähe von Fukushima leben und sich unter anderem von gekeimten Samen ernährten und ernähren, bei weitem eine nicht so hohe Strahlenreaktion aufwiesen als sich anders Ernährende.

Nicht nur mir fiel auf, dass es viele Männer in der Rohkostszene gibt, die ihre Haare lang wachsen lassen und schon dadurch eine viel natürlichere Ausstrahlung besitzen.

Der nächste Referent, Thomas Klein, widmete sich unter anderem dem Vitamin D Bedarf. Er stellte sein neues Buch „Gesund in 7 Tagen“ vor und bot auch dieses zum Kauf an. Dieses handelt vom Wert des Sonnenlichts für Geist, Körper und Seele. Besonders in der nun folgenden dunkleren Jahreszeit, ist es für Jeden wichtig, so er es irgendwie kann, mittags raus zu gehen, um so viel wie möglich Sonnenenergie zu tanken, damit das Vitamin D gebildet werden kann. Grüne Kräuter, Salate oder auch Avocados haben einen kleinen Anteil an diesem Vitamin, können aber niemals das Tageslicht ersetzen.

Als letzter Referent sprach ein, nicht nur uns bekannter, Autor und unter anderem Organisator der Rohkostmesse in Berlin, Michael Delias. Heute sprach er von seinem neuen Buch „Die Sieben Wertigkeiten der Rohkost“. Um sich besser zu fühlen und gesünder zu werden ist es sehr interessant, zu erfahren, was für ein Typ der Ernährung man selbst ist, ob Kapha, Pitta oder ein Vata Typ.
Horst ist  ein Vatatyp, das heißt, er sollte Öl meiden und dafür lieber die Ölfrüchte, wie Oliven, Avocados usw. essen. Dieser Typ nimmt schnell ab und langsam wieder zu. Sie sind meist zu schlank und wollen gern zunehmen. Ich bin ein Kaphatyp. Einer der schon zunimmt, wenn er ans Essen denkt. Der Kaphatyp speichert ganz viel in seinem Körper und sehnt sich danach etwas weniger zu wiegen. Und der Pittatyp ist die Mitte. Er nimmt schnell ab und schnell wieder zu.
In der großen Pause wurde reichlich dem rohköstlichen Genuss einige Zeit gewidmet. Viele aßen und das mit ausreichendem Genuss. Auch wir Vier aus Sachsen-Anhalt  sparten nicht mit Lob und einer dementsprechenden Spende. Wir tauschten Rezepte und Kniffe aus und Margit fotografierte mit viel Vergnügen. Zum Schluss gab es die Möglichkeit den vier Rednern Fragen zu stellen, die sie auch mit allgemeiner Zufriedenheit beantworteten. Und schon war die Zeit des Austauschs vorbei und wir schlenderten in Ruhe und das Gehörte besprechend zum Zug zurück. Abends waren wir dann glücklich, voller Erlebnisse und neuen Erkenntnissen im eigenen Bett. Was war das doch für ein schöner und sehr interessanter Tag.
Vielen Dank, dass ich das alles erleben durfte. Danke an Alle, die mit daran gewirkt haben, auch dem Organisator, mein herzlichstes Dankeschön, das alles so gut funktioniert hat. Danke.
Elvira Ledök-Brandis

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3 Antworten auf Bericht vom Erfurter Rohkosttreffen 13. November 2011

  1. Harry sagt:

    >> “ …Die Firma Keimling vertreten durch Ertfried Hufnagel, welche auch ihre Produkte vor Ort verkaufte, … “ <<

    kleiner Fehler oder eine Verwechslung. Hr. Hufnagel vertritt die Fa. Vitakeim und nicht die Fa. Keimling.

    mfG, Harry
    männlicher Rohköstler mit Kurzhaarschnitt 😉

  2. elvira sagt:

    vielen dank lieber harr,

    oh je da ist mir aber ein missgeschick passiert. ich hoffe, die firma vitakeim entschuldigt mir diesen. ich werde diesen fehler sofort korrigieren.
    dankeschön

    herzlichst elvira

  3. OneBBO sagt:

    .>>In Halle stiegen wir um. Bei unserem dortigen Aufenthalt, versorgten wir uns mit frischem Obst. Die Entscheidung war nicht einfach, das Angebot war sehr vielfältig. Die leuchtenden Kakis eroberten uns und so wurden sie in meinem Rucksack verstaut. <<

    Ich möchte gerne mal matte Kakis sehen… 😉 Davon ab: Ist da ein Bioladen am Bahnhof? Oder haben die Bioläden in Halle Kakis? Das wäre ja wirklich bemerkenswert. Ein gesundheitsbewusster Rohköstler wird ja wohl kaum konventionelles Obst essen?

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