Werf den Spiegel aus dem Haus – Naturvolk begegnet dem weißen Mann

Dieses Video zeigt das Toulambi Naturvolk aus Papua-Neu-Guinea, welches 1976 erstmals dem weißen Mann begegnet.
Wenn man die Geschichtsbücher aufschlägt hätte so eine Begegnung in den letzten Jahrhunderten besser niemals stattgefunden. Die Entdeckung der fernen Länder, die Unterwerfung der Naturvölker und die Ausbeutung und Zerstörung der Lebensgrundlage dieser im Gleichgewicht mit der Natur lebenden Menschen, ist nicht mehr rückgängig und nicht mehr wieder gut zu machen.
Obwohl es 2011 kaum noch Naturvölker gibt, die ein autonomes Leben führen können, geht dieser Prozess immer weiter. Nicht nur gegen den Menschen, sondern gegen die letzten verbliebenen Menschenaffen, die letzten Elefanten, die letzten Tiger…
Eine Fortführung dieser Liste wäre vermutlich so dick wie ein Telefonbuch, denn täglich sterben etwa 150 Pflanzen- und Tierarten unwiderruflich aus!

Die unberührten Regionen enthalten Bodenschätze oder können als billige Agrarflächen missbraucht werden, auf denen dann das Futter für die leidenden Tiere angebaut wird, weil der Mensch der Meinung ist, dass Fleisch zu seinem Grundnahrungsmittel gehört.

Vielleicht würden wir auch ohne Spiegel besser leben, was bringt es uns denn jedes Fältchen, jedes graue Haar oder die paar Kilo zu viel auf den Rippen zu betrachten?
Sehr schade, dass wir vermutlich in absehbarer Zeit keine natürlich lebenden Menschen mehr auf dieser Erde haben.

Obwohl unsere westliche Gesellschaft voll nackter Haut und voll von sexuellen Handlungen in den Medien ist soll man vor dem Betrachten des Videos nachweisen, dass man erwachsen ist, denn vielleicht kann ja ein Kind einen unwiderruflichen Schaden erleiden, wenn es das natürlich lebende Volk sieht:

„Laut Video-Uploader enthält dieses Video oder diese Gruppe möglicherweise Content, der für manche Nutzer unangemessen ist.“

Das Video macht mich nachdenklich und traurig, denn wir haben leider aus der Geschichte nichts gelernt.

 


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5 Antworten auf Werf den Spiegel aus dem Haus – Naturvolk begegnet dem weißen Mann

  1. OneBBO sagt:

    Das ist für wahr zum Heulen traurig

  2. ned flanders sagt:

    Das Video ist aus 1993, nicht aus 1976. Bei ihrer Entdeckung waren die Toulambi nahezu ausgestorben, da fast die gesamte Bevölkerung unter Malaria litt. Dank modernen Medikamenten konnte der Stamm zwar gerettet werden, dafür werden wohl andere Probleme Einzug in das Leben der Menschen dort halten.

    Apropos Spiegel: wir dürfen auch die Gelegenheit wahrnehmen und uns durch die Toulambi selbst betrachten, reflektieren – was ziehen wir vor, überleben gegen die Natur oder gegebenenfalls früh sterben im Einklang mit der Natur? Es waren ja nicht eben viele ältere Toulambi zu sehen… Die Natur sieht eine deutlich kürzere Lebenserwartung für uns Menschen vor, und vielleicht sollten wir uns mit 30 Jahren irdischem Dasein begnügen… oder etwa nicht?

    Und ja, idealisieren wir die Naturvölker vielleicht doch ein bisschen zu sehr? Behinderte töten (wie üblich bei vielen Naturvölkern) finde ich persönlich gar nicht toll, aber eben, die Natur ist halt brutal und die ständige Konfrontation mit Tod und Leid härtet wohl ab (man denke nur an die hohe Kindersterblichkeit).

    Na ja, zumindest sind solche Videos gut für uns verwöhnte, verhätschelte Zivilisationskinder, dann können wir uns in eine paradiesische Zeit träumen die es so nie gab, eine ideale Projektionsfläche für unsere Wünsche und Träume, und nachher genießen wir ein warmes Vollbad, essen einige exotische Früchte (natürlich ohne faule Stellen), kaufen ein paar Nüsse im Reformhaus und genießen es, alt zu werden.

    • Ich denke nicht, dass es Idealisierung ist, die einen hier unbedingt traurig macht. Ich bin die letzte, die schreit „zurück zur Natur!“, weil ich die Vorzüge der Zivilisation durchaus zu genießen weiß. Dennoch finde ich das Video traurig, und ich sehe da keinen Widerspruch. Hier wird eine gewisse Unschuld auf immer zerstört, das macht mich z.B. traurig.
      Die Malaria wäre ja auch mal zu hinterfragen. Dieses Volk ist doch sicher nicht erst 100 Jahre alt, und wieso waren sie 1993 erst von der Malaria so stark bedroht?

  3. Bernd sagt:

    Hi,

    ich muss Ned Flanders zustimmen. Dieses romantische Bild, welches oft von Naturvölkern gezeichnet wird, stimmt so einfach nicht.

    Zivilisation hat sehr sehr viele gute Seiten. Allerdings muss man mit dem Leben in der Zivilisation umzugehen wissen. Heißt: man darf sich von all den verführerischen Angeboten wie x-mal Badeurlaub pro Jahr, hochverarbeitete Nahrungsmittel, Karriere-/ Geldversprechen, hunderte angeblicher „Freunde“ in sozialen Netzwerken etc nicht einlullen lassen – sondern muss sehr genau entscheiden, auf welche Stimmen man hört.

    In diesem Sinne ist Zivilisation auch eine Art „Dschungel“.

    🙂

  4. Habe gerade mal in Google nachgeschaut, demnach behauptet dort jemand, dass Video sein ein nachgestelltes Fake. Auch interessant 🙂
    http://skyvington.blogspot.com/2011/06/human-contacts.html

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