Sind fermentierte Lebensmittel in der Rohkost-Ernährung empfehlenswert?

Sauerkraut einlegenDie älteren Generationen bedienten sich in der kalten Jahreszeit zum der Ernte dem Fermentieren von Lebensmitteln. Das bekannteste Beispiel in Europa ist wohl das , welches Vitamin C auch für die Wintermonate verfügbar macht, in der kein frisches Obst und Gemüse verfügbar ist.
Aber natürlich lassen sich auch andere Gemüsearten, wie Gurken, Karotten, Sellerie, Rettich, Rote Beete usw. fermentieren und damit haltbar machen. Das Haltbarmachen ist sehr einfach. Das Gemüse wird dazu in der Regel gehobelt, also klein geschnitten, damit aus den Schnittflächen der Gemüsesaft austreten kann, in der Regel wird das geraspelte Gemüse dann noch (leicht) gesalzen und mit den Händen geknetet oder mit einem Stampfer bearbeitet, damit soviel Saft austritt, dass die gesamte Masse im Behälter in dem es anschließend fermentieren soll, mit Flüssigkeit bedeckt ist und keinen Kontakt mehr mit Sauerstoff hat. Das zerkleinerte Gemüse muss dabei sehr stark verdichtet werden und wenn es dann vollständig mit Saft bedeckt ist empfiehlt es sich das Gefäß mit einem Teller abzudecken, der oben mit einem Gewicht abgedeckt ist. Es empfiehlt sich anstatt Wasser zuzugeben das Gemüse solange zu behandeln, dass genügend Gemüsesaft austritt um die Masse komplett zu bedecken. Das Verwenden von ausschließlich Gemüsesaft sorgt für einen besseren und intensiverren Geschmack. Alternativ kann auch mit einem Entsafter gearbeitet werden um sich etwas Arbeit zu sparen. Schraubgefässe sind nicht empfehlenswert, denn es bilden sich bei der Gase und bei Verwendung eines Glases kann es zur Explosion kommen.

Bei der industriellen Herstellung von fermentierten Lebensmitteln wird etwa 1,5 – 2,0% Salz verwendet. Wenn wir es selber herstellen kann auch weniger verwendet werden, aber das Salz sorgt dafür, dass der Saft leichter aus dem Gemüse austritt, hat eine stabilisierende Wirkung, sorgt so für eine länge Haltbarkeit und verstärkt natürlich den Geschmack. Es kann normales Industriesalz verwendet werden, aber besser ist es ein unbehandeltes und unverarbeitetes Bergsalz oder Meersalz zu verwenden, welches nicht nur aus Natriumchlorid besteht, sondern noch zahlreiche andere Mineralien und wichtige Spurenelemente enthält. Der Prozess funktioniert auch komplett ohne Salz. Das so hergestellte Gemüse kann je nach Vorliebe schon nach wenigen Tagen oder nach mehreren Wochen verzehrt werden. Die Aussentemperaturen haben einen starken Einfluss auf die Fermentationsdauer und die Haltbarkeit des Gemüses, ein bspw. im Juli angesetztes Sauerkraut ist natürlich viel schneller fermentiert als ein im November angesetztes Sauerkraut, welches auch viel länger haltbar ist. Das Salz sorgt auch dafür, dass die Struktur des Gemüses besser erhalten bleibt.

Milchsauer vergorenes Gemüse ist also , wenn man es wie oben beschrieben selber herstellt. Die machen das Gemüse verdaulicher, weil durch die “Vorverdauung” die Mineralien bioverfügbarer sind. Die Bakterien beeinflussen ausserdem unser Darmklima positiv, welches  bei den meisten Menschen durch Antibiotika und den jahrelangen Verzehr von verarbeiteter Industrienahrung geschädigt ist. Und bekanntlich ist der Darm gleichzusetzen mit dem Immunsystem, denn hier werden die Nahrungsstoffe aufgenommen und die Abfallstoffe ausgeschieden, es ist ein kompliziertes System, das sehr sensibel auf Störungen reagiert und deswegen sehr gut behandelt werden sollte.

Dr. Douglas Graham, der Erfinder der 80/10/10-Rohkostdiät spricht sich in seinem gleichnamigen Buch gegen den von fermentierten Lebensmitteln aus, denn bei der Fermentation entstehen seines Erachtens nach Giftstoffe, wie bspw. Methylgase und Alkohol, die mit aufgenommen werden.

Ich verwende so gut wie keine fermentierten Lebensmitel, werde aber nachdem ich das Interview mit Sandor Ellix Katz auf Raw Healing Patch gehört habe Mal etwas experimentieren. Auf der Seite www.wildfermentation.com erhälst Du mehr Infos zum Thema.

mit Hilfe milchsauerer Bakterien haltbar zu machen ist eine Methode, die sich in allen Kulturen durchgesetzt hat, die nicht über das ganze Jahr frisches Obst und Gemüse zur Verfügung haben. Sauerkraut hat die Menschen in den kalten Breitengraden durch die langen Winter gebracht und die Besatzung auf wochenlangen Schiffspassagen vor Skorbut geschützt. Da Obst und Gemüse sowie die sehr Vitamin-C-haltigen Grünpflanzen bei uns das ganze Jahr verfügbar sind stellt sich die Frage, ob die Fermentation überhaupt noch notwendig ist. Bei der Antwort scheiden sich wieder Mal die Geister. Was hast Du für Erfahrungen gemacht? Verwendest Du fermentierte ? Wenn ja, welche?

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Rohkost und Fasten – Benjamin berichtet von seinem Zwischenstand nach 14 Tagen Saftfasten

Weizengrassaft im Glas

Weizengrassaft im Glas

In diesem kurzen Video berichtet Benjamin von seinen Erfahrungen mit dem , er ernährt sich zu 90% von frisch gepressten Säften und verspricht sich durch vom einen Energiegewinn sowie die Ausscheidung von Umweltgiften und Schlacken.

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Werf den Spiegel aus dem Haus – Naturvolk begegnet dem weißen Mann

Dieses Video zeigt das Toulambi Naturvolk aus Papua-Neu-Guinea, welches 1976 erstmals dem weißen Mann begegnet.
Wenn man die Geschichtsbücher aufschlägt hätte so eine Begegnung in den letzten Jahrhunderten besser niemals stattgefunden. Die Entdeckung der fernen Länder, die Unterwerfung der Naturvölker und die Ausbeutung und Zerstörung der Lebensgrundlage dieser im Gleichgewicht mit der Natur lebenden Menschen, ist nicht mehr rückgängig und nicht mehr wieder gut zu machen.
Obwohl es 2011 kaum noch Naturvölker gibt, die ein autonomes Leben führen können, geht dieser Prozess immer weiter. Nicht nur gegen den Menschen, sondern gegen die letzten verbliebenen Menschenaffen, die letzten Elefanten, die letzten Tiger…
Eine Fortführung dieser Liste wäre vermutlich so dick wie ein Telefonbuch, denn täglich sterben etwa 150 Pflanzen- und Tierarten unwiderruflich aus!

Die unberührten Regionen enthalten Bodenschätze oder können als billige Agrarflächen missbraucht werden, auf denen dann das Futter für die leidenden Tiere angebaut wird, weil der Mensch der Meinung ist, dass Fleisch zu seinem Grundnahrungsmittel gehört.

Vielleicht würden wir auch ohne Spiegel besser leben, was bringt es uns denn jedes Fältchen, jedes graue Haar oder die paar Kilo zu viel auf den Rippen zu betrachten?
Sehr schade, dass wir vermutlich in absehbarer Zeit keine natürlich lebenden Menschen mehr auf dieser Erde haben.

Obwohl unsere westliche Gesellschaft voll nackter Haut und voll von sexuellen Handlungen in den Medien ist soll man vor dem Betrachten des Videos nachweisen, dass man erwachsen ist, denn vielleicht kann ja ein Kind einen unwiderruflichen Schaden erleiden, wenn es das natürlich lebende Volk sieht:

“Laut Video-Uploader enthält dieses Video oder diese Gruppe möglicherweise Content, der für manche Nutzer unangemessen ist.”

Das Video macht mich nachdenklich und traurig, denn wir haben leider aus der Geschichte nichts gelernt.

 

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Argumente für die Diskussion “Warum ernährst Du dich von Rohkost?”

Waldorf-Salat (Foto Ute Marion Wilkesmann vollwertkochbuch.de)

Waldorf-Salat (Foto Ute Marion Wilkesmann vollwertkochbuch.de)

Wer hat sie nicht schon geführt diese Diskussion? Hier findest Du Argumente für die roh-vegane und einzig wahre -Lebensweise ;-)
Wenn noch Mal ein in einer der niveauvollen Talk-Shows auftritt, dann kann er mit diesen Videos ein wenig üben !

Teil 1

Teil 2

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Simons Lieblings-Rohkost-Schoko-Milch

Lecker :-) Habe mir gerade eine tolle Schoko Nussmilch gemacht. Das geht ganz einfach:

100 g Cashewnüsse in Rohkost-Qualität mit 1 Liter Wasser (möglichst mineralarmes Wasser) im ca. eine Minute auf höchster Stufe zerkleinern. Wer länger als 1 Minute mixen möchte, sollte das Wasser vorher im Kühlschrank herunterkühlen, damit die Milch während der Verarbeitung nicht über 40 ° C. warm werden kann.

Basisrezept Cashew-Nussmilch:

  • 100 g Cashewkerne
  • 1 Liter Wasser

Die wird anschließend durch eine Durchseihtuch (Fa. gefu) gegeben. Die vier Ecken oben zusammennehmen und dann langsam immer enger drehen. Es läuft dann langsam die weiße und nahrhafte aus dem Tuch. Da ich persönlich kalte Schoko-Milch bevorzuge habe ich die Nussmilch für 2 Stunden in den Kühlschrank gegeben.

Für eine Portion oder 2 kleine Portionen bitte 0,5 Liter der Cashew-Milch zusammen mit

  • 4-5 Datteln Medjool Giant (nicht vergessen den Kern zu entfernen ;-)
  • 2 gehäufte Teelöffel Kakaopulver in Rohkost-Qualität
  • 1 Messerspitze Vanillepulver in Rohkost-Qualität
  • 1 Prise Himalaya-Kristallsalz

im Vitamix* eine Minute lang auf höchster Stufe zerkleinern. Und dann genießen!

Die Cashew-Milch ist im Kühlschrank problemlos ein paar Tage haltbar, so dass man auch  2 Liter auf ein Mal machen kann. Diese rohe und vegane Schoko-Pflanzen-Milch ist tausend Mal leckerer als jede gekaufte Schokomilch aus Kuhmilch oder auch aus Soja :-)

Lass es Dir schmecken !

Zeitaufwand: ca. 15 Minuten

* Natürlich kannst Du auch jeden anderen Mixer verwenden, der genügend Leistung hat die Cashewkerne und die Datteln wirklich gut zu zerkleinern.

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Welcher Rohköstler hat nicht Mal ans Aussteigen gedacht?

Selbstversorger Lisa und Michael

Selbstversorger Lisa und Michael

Heute möchte ich Euch Lisa und Michael vorstellen. Die Beiden setzen das um wovon viele von uns träumen, ein Leben als Selbstversorger in und mit der Natur.
Es gibt tausend Gründe nur zu träumen ohne es umzusetzen. Erst Mal die Ausbildung zu Ende machen, wenn ich jetzt so viel Arbeit investiert habe, dann will ich auch in diesem Beruf arbeiten… Wenn ich jetzt so hart gearbeitet habe möchte ich jetzt erst Mal befördert werden… Wenn die Kinder aus dem Haus sind, dann mache ich etwas ganz anderes… Wenn ich in Rente bin dann werde ich reisen oder woanders leben… Wenn ich finanziell abgesichert bin, dann… Und mit den ganzen Zwischenzielen läuft unsere Lebenszeit unaufhörlich ;-) Umso mutiger finde ich den Schritt, aber lest selbst:

Wie seid Ihr auf die Idee aus dem System austeigen zu wollen?

Wir sind doch gar keine Aussteiger/innen. ;) Die Wörter „aussteigen“ (aus dem System / aus der Gesellschaft) oder „Aussteiger/innen“ sind für viele Menschen sehr negativ belegt. Wir sind weder das, was die meisten Menschen unter „Aussteiger/in“ verstehen, noch empfinden wir uns selbst als solche. Wir bleiben ja weiter Teil des Ganzen und bringen uns weiter ins System und in die Gesellschaft ein. Nur ein wenig anders eben. 

Dass wir mit unserem Weg unser Leben entschleunigen, dem Kapitalismus unseren Gehorsam und Arbeitseinsatz entziehen und viele Freiheiten dazugewinnen, sind wunderbare Nebeneffekte, die wir freudig annehmen.

Die Hauptmotivationen anders zu leben sind der innige Wunsch, Verantwortung für das eigene Leben und dessen Auswirkungen zu übernehmen, eine echte Gemeinschaft zu entwickeln und den Einklang mit der Natur wieder zu leben. 

Wo und wie möchtet ihr leben? 

Wir sind Teil eines bio-veganen, selbstverwalteten und nicht-kommerziellen Hofkollektivs im Norden Tschechiens. Dort wollen wir mit möglichst geringen Auswirkungen auf die uns umgebende Natur leben. Wir leben in „freiwilliger Einfachheit“, wie das die Marketing-Agenturen nennen: Ohne das uns finanzielle oder sonstige Not zwingt, verzichten wir gerne auf ressourcenfressende Technologien oder Verfahren und verschonen unser aller Planeten vor den Auswirkungen überflüssigen Konsums und vor Zerstörung aus Bequemlichkeit. 

Die Folge: wir bestimmen selbst, was wir mit unserer Zeit tun, haben ein erfülltes Leben mit fürsorglichen Menschen um uns herum, sind viel in der freien Natur und der frischen Luft und erleben immer weniger von dem Stress und dem Druck, der zum Leben in den heutigen Wohlstands-Gesellschaften gehört.

Was hat Euch am meisten an Eurem Lebensstil gestört?

Uns sind von Zeit zu Zeit Punkte bewusst geworden, die verdammt schief laufen, auf dieser Welt – und dann haben wir begonnen, etwas zu ändern. So wurden wir beide, noch unabhängig voneinander, vegan, begannen unseren Konsum zu reduzieren und genau darauf zu achten, welche Gewohnheiten und Bequemlichkeiten die Umwelt sehr schädigen.

Und versuchten, diese Gewohnheiten und Bequemlichkeiten dann eben zu ändern. Was manchmal recht schwer ist und manchmal schier unmöglich.

Aber aller meist kann man sich ändern. Schritt für Schritt. Und damit jedes mal auch ein bisschen die Welt.

Was dann tatsächlich irgendwann gestört hat, war das immer größere Bewusstsein dafür, dass die Verantwortung, die wir als Konsumierende tatsächlich übernehmen können, bei genauer Betrachtung recht klein ist. Selbst beim Kauf von Biogemüse kann man davon ausgehen, dass es in den meisten Fällen “Bio-Monokulturen” sind: Mangels Schutz durch Hecken u.ä. wird fruchtbare Erde entweder ausgewaschen oder “vom Winde verweht”. Über die “Bio-Felder” brettern genau so tonnenschwere Traktoren (welche CO2 ausstoßen), die den Boden verdichten und das Bodenleben schädigen. “Bio-Gülle” (von eingesperrten Tieren) hat auch eine sehr hohe Nährstoffkonzentration, die die Pflanzen zwar prächtig wachsen lässt, das Bodenleben aber längerfristig ins Ungleichgewicht bringt. Zu allem Überfluss kommen diese “Bio”Lebensmittel ironischerweise oftmals von Übersee (Oder von österreichischen beheizten Glashäusern? Super!) und dank Hygienerichtlinien haben wir meist alles schön in Plastik verpackt.

Uns ist schon klar, dass es in der momentanen gesellschaftlichen Situation nicht viel anders ginge. Wir sahen uns hier die Hände gebunden und wollten unser Essen so anbauen wie wir es für gut empfinden: Handarbeit, kleinstrukturiert, Mischkultur, etc. Und als wir also immer mehr erkannt haben, dass wir als Konsumierende nur sehr eingeschränkt Verantwortung übernehmen können, war bald klar, dass wir selbst so viel unserer benötigten Produkte herstellen wollen, wie möglich.

Was sagen Freunde, Familie, Bekannte? meist muß man sich schon lange Vorträge anhören, wenn man nur eine Versicherung kündigt.

Wir erfahren in unseren Familien und im Freundeskreis Rückhalt und Unterstützung. Dafür sind wir sehr dankbar. Sicher sind nicht alle Feuer und Flamme für unsere Ideen – aber die „kritischsten“ Leute beobachten unsere Schritte mit interessiertem Wohlwollen. Vorhalte macht uns aus dem engeren Umfeld niemand. Im erweiterten Umfeld stoßenwir auf sehr viel Interesse und natürlich auch das ein oder andere Schmunzeln.

Wie sieht Eure finanzielle Situation aus, wenn Ihr Waren einkaufen müsst wie Samen zum Anbau oder Material um das Haus auszubessern?

Wir versuchen so viel Saatgut wie möglich selbst zu vermehren und so viel Baumaterial wie möglich selbst herzustellen. An zweiter Stelle steht dann der Tausch mit Menschen, die uns gleichgesinnt sind oder uns unterstützen wollen. Für alles weitere haben wir ein paar Rücklagen und müssen, so lange Geld noch notwendig ist, eben von Zeit zu Zeit eines verdienen. Saatgut und Jungpflanzen nehmen wir natürlich auch als Geschenk an. ;)

Kennt Ihr Aussteiger oder habt Ihr entsprechende Literatur gelesen?

Wir haben nie bewusst Aussteiger/innen-Literatur gelesen oder geplant Menschen getroffen, die auf das gängige „Aussteiger/innen-Bild“ passen. Wir haben lieber Menschen getroffen, die bäuerlich leben und sich damit selbst versorgen und haben Öko-Dörfer und ähnliche Gemeinschaften besucht. Wir lesen ein wenig Fachliteratur über Gemüse-und Obstanbau, biovegane Landwirtschaft, Gemeinschaftsbildung und ähnliches.

Das aller wichtigste ist aber, zu handeln. Viele Menschen neigen dazu, es beim Lesen solcher Bücher und beim Träumen zu lassen. Aber Erfahrung und Wissen kommt über praktische Anwendung – und ohne diese, wird es auch kein anderes Leben als das jetzige geben. Weder für die einzelne Person, noch für unsere Gesellschaft.

Wollt Ihr Euch vegan ernähren? Was werdet Ihr anbauen und wollt Ihr auch die Überschüsse verkaufen?

Klar wollen wir uns vegan ernähren. Wie sonst? :)

Wir werden weiter alles an Obst und Gemüse anbauen, das für den Boden und die klimatischen Bedingungen geeignet ist, so wie es auf dem Hof ja jetzt schon läuft. Unser Schwerpunkt werden dort zukünftig vermehrt auch mehrjährige und selbstaussäende Pflanzen sein.

Dazu kommen natürlich noch alle Arten von Pilzen, die unseren Speiseplan anreichern werden. Und auch Versuche mit Getreideanbau und -verarbeitung haben wir vor.

Welche Methoden der Haltbarmachung möchtet Ihr nutzen?

Einkochen, Tocknen bzw. Dörren, Einsalzen, milchsauer Vergären in Strohmieten einlagern und im Erdkeller einlagern.

Werdet Ihr regelmässig von Euren Schritten berichten oder wird in naher Zukunft auch der PC als schnittstelle abgeschafft?

Wir haben schon eine Zeit lang überlegt, wie wir das machen wollen. Denn eigentlich wäre es sehr schön, nur noch äußerst selten in einem Internetcafe einen Rechner zu benutzen. Alle Menschen die das möchten, können uns ja per Brief erreichen. Oder uns besuchen.

Außerdem haben wir keinen Strom an unserem zukünftigen Hof.  Aber da wir von einigen Menschen sehr großartiges Feedback für unseren Blog bekommen haben und viele Menschen Interesse an unseren nächsten Schritten zeigen, werden wir zunächst weiter bloggen. Wie oft, muss sich zeigen, denn wir müssen dazu ja in den nächsten Ort radeln und dort dann einen Rechner nutzen.

Sucht ihr Gleichgesinnte oder wollt Ihr das bewußt zu zweit durchziehen?

Wir sind ja ab dem Sommer bereits zu viert. Wir werden uns dort zusammenleben und unseren gemeinsamen Weg finden. Sollten uns Menschen besuchen – und irgendwann wird klar, dass wir alle gut zusammenpassen würden, spricht sicher nichts dagegen, wenn die Gemeinschaft ein wenig wächst. Bei 8 bis 10 wird aber wohl Schluss sein. Wegen der vorhandenen Fläche, denn Selbstversorgung in Einklang mit der Natur soll für uns als Gemeinschaft immer möglich sein.

Kurz gesagt: Wir suchen weder bewusst, noch rufen wir dazu auf, dass Leute zu uns ziehen sollen. Unsere Sinne sind aber wach genug, um zu bemerken, wenn da jemand einfach absolut zu uns passt.

Warum steigt Ihr nicht ein wärmeres Land in den Tropen aus? Hier ist die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse sowie der Anbau aufgrund des fehlenden Winters viel leichter.

Wir haben es deswegen nie in Betracht gezogen, weil wir immer gesagt haben, dass wir es uns nicht vorstellen könnten in einem völlig anderem Klima mit einer völlig anderen Vegetation zu leben. Dazu kommt, dass wir uns niemals so etwas anhören wollen wie “Naja, in den Tropen ist es ja einfach sich selbst zu versorgen.” Wir wollen praktisch vorzeigen, dass das auch in unseren Breiten möglich ist, samt Winter. Zudem möchten wir Menschen die Möglichkeit geben uns zu besuchen und da unsere Blog-Sprache derzeit Deutsch ist, möchten wir auch in Mitteleuropa bleiben. Außerdem wäre der einfachste Weg ja langweilig ;) Und dabei sind wir uns nicht mal sicher ob es so viel einfacher ist. Nach unserem Gefühl ist dieses Aussteigen in den “paradiesischen Süden” mit noch mehr romantischen Vorstellungen verbunden als es beim “Aussteigen” an sich der Fall ist.

Welche Küchengeräte nutzt Ihr? Stabile Geräte aus Edelstahl, die per Hand bedient werden oder moderne elektrische Geräte?

Wir benutzen keine elektrischen Geräte, abgesehen von zwei Solarlampen zum Lesen im Winter und ein paar Kurbel-Taschenlampen. In der Küche (und allen anderen Räumen) also nur handbetriebene, möglichst stabile Geräte.

Werdet ihr krankenvereichert sein?

Hier sind wir wohl gut im System sozialisiert worden und von der Werbeindustrie mit genug Angst aufgeladen worden. Von daher werden wir zunächst krankenversichtert bleiben. Alles andere fühlt sich derzeit nicht gut für uns an. Aber wer weiß, vielleicht lernen wir mal Menschen kennen, die uns im Fall der Fälle beim Heilen helfen können, auch wenn es sich um einen gebrochenen Knochen handelt.

Kennt ihr Rohkost, Urkost bzw. Vitalkost? Es ist eine meist vegane Ernährungsform bei der nichts Erhitztes gegessen wird. Der Verzehr roher Nahrung hat viele Vorteile. Habt Ihr Euch schon damit beschäftigt? In roher Form wird weniger Nahrungsmenge benötigt, denn der Vitalstoffgehalt ist deutlich höher.

Rohkost (Foto: Margot-Kessler pixelio.de)

Rohkost (Foto: Margot-Kessler pixelio.de)

Natürlich kennen wir Rohkost und haben auch ein paar Bekannte und Freund/innen, die sich selbst ausschließlich mit veganer Rohkost ernähren und wir finden das sehr interessant. Wir haben einige Bücher dazu gelesen und verstehen viele der Ideen und Ansätze.

Unser Ziel ist es möglichst viele frische und rohe Sachen zu essen, wollen aber auf Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Getreide usw. nicht verzichten. Auch nicht generell auf warme Gemüsegerichte. Im Gegensatz zum Winter, wo der Heiz- bzw. Kochherd sowieso angefeuert ist, wird im Sommer der gekochte Anteil aber eher klein ausfallen.

Welche Rolle spielen Wildkräuter in Eurer Ernährung? Für diese hochwertigen Lebensmittel benötigt man nicht Mal einen eigenen GArten, sondern nur Wiesen oder Wälder.

Wir beziehen Wildkräuter seit längerem in unsere Ernährung ein und weiten das immer weiter aus. Gerade im Frühjahr, wenn die Lagerbestände und Wintergemüse zur Neige gehen, die erste Ernte aber noch auf sich warten lässt, sprießen die Wildkräuter aus dem Boden und warten darauf, uns mit den ersten frischen Vitalstoffen zu versorgen, die das neue Jahr bereit hält. Wichtig finden wir beim Thema Wilkräuter, dass man sich sehr gut bezüglich gefährdeter Bestände informieren sollte und dementsprechend mit den Pflanzen umgehen soll.

Weitere Informationen zum Experiment Selbstversorgung findest Du hier:

http://experimentselbstversorgung.net

Experiment Selbstversorgung auf facebook

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Termine 2011 mit Rohkost-Botschafter Norbert Wilms

Norbert Wilms Rohkost-Botschafter

Norbert Wilms -Botschafter

Vitalissimo’s [F]Rohkost-Schule

Nicht nur wissbegierigen [F]Rohkost-Neulingen bietet Norbert Wilms, Vitalissimo in seiner [F]Rohkostschule verschiedene Module für den kreativen und schmackhaften Einstieg in die vitale Welt der vegetarischen [F]Rohkost an.

  • 15. April 2011 Keime, Sprossen, Gräser
  • 7. Mai 2011 [F]Rohkost-Motivations-Seminar
  • 27. Mai 2011 [F]Rohkost-Energie-Drinks
  • 2. Juli bis 5. Juni 2011 Selbständig mit [F]Rohkost
  • 30. Juli 2011 [F]Rohkost-Küche für die Familie
  • 3. September 2011 [F]Rohkost-Motivations-Seminar
  • 14. Oktober 2011 Keime, Sprossen, Gräser
  • 22. Oktober 2011 [F]Rohkost-Motivations-Seminar
  • 28. Oktober 2011 [F]Rohkost-Cookies und Brote
  • 14. November 2011 [F]Rohkost-Energie-Drinks
  • 18. November 2011 [F]Rohkost-Küche für die Familie
  • 26. November 2011 [F]Rohkost-Motivations-Seminar

Hier der Link für weitere Informationen: http://www.vitalissimo-mg.de/einfachlernen.htm

Vitalissimo!!!! , Glueck und wuenscht

Norbert Wilms, [F]Rohkost-Botschafter

Gönnen Sie sich eine [F]Rohkost-Genießer-Woche!
Eine Woche für ein neues Lebensgefühl!

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Graue Haare und Rohkost – Glatze und Rohkost – Falten und Rohkost

Bild by Rainer-Sturm pixelio.de

Bild by Rainer-Sturm pixelio.de

Häufig berichten Menschen, die ihre auf umstellen von Verbesserungen in Bezug auf ihr Aussehen. So gehören meist Hautprobleme, wie Pickel oder auch hartnäckige Akne meist der Vergangenheit an, die Durchblutung der Haut verbessert sich und die Haut wirkt strahlender und vitaler. Auch Falten können sich zu einem bestimmten Teil zurückbilden.

Markus Rothkranz hat ein Buch geschrieben „Heal your face“, dies wird sicher wieder für reichlich Gesprächsstoff sorgen. Denn es wirft viele Fragen auf:

Sind graue Haare ein normales Zeichen von Reife oder Alterung? Ist Glatzebildung ein normales Zeichen von Reife oder Alterung? Sind Falten ein normales Zeichen von Reife oder Alterung? Ich kann dafür leider keine Antwort liefern. Eine Verbesserung des Hautbildes und eine Verjüngung werden die meisten Menschen, die auf Rohkost umstellen, feststellen. Aber gehört auch das Erlangen der ursprünglichen Haarfarbe dazu und das Wachsen von Haaren, wenn schon eine Glatze vorhanden war? Ich bin skeptisch aus mehreren Gründen. 

Bei den Gorillas bekommen ältere Männchen auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit einen so genannten Silberrücken, das ist ein grauer Streifen am Rücken der Tiere. Bei einer anderen Gorilla-Art kann sich die Graufärbung auch auf die Oberschenkel und die Hüfte erstrecken. Die Leitung eines Rudels kann der Gorilla erst übernehmen, wenn die Silber-Färbung ausgeprägt ist. Diese Grau-Färbung hat sicher nichts mit Degeneration zu tun, denn es handelt sich um wild lebende Tiere. Vielleicht ist eine Grau-Färbung auch nur ein Zeichen von Reife? Früher waren die Weisen immer die Älteren und dementsprechend grauhaarig und man zollte ihnen Respekt und fragte sie um Rat, anders als heute, wo der Jugendwahn herrscht und es Bewerbungsbücher gibt mit dem Titel: „Bewerben ab dem 40. Lebensjahr“. Die Silver-Generation wird nur wegen ihrer enormen Kaufkraft und aufgrund der demografischen Entwicklung auch von den Parteien hofiert, aber das Bild in der Öffentlichkeit ist nicht so positiv. 

Ann Wigmore (Living Foods Lifestyle®) hatte mit über 80 Jahren noch Ihre ursprüngliche braune Haarfarbe, die durch den von Gerstengras-Saft von grau zu braun wurde. Weil die Studenten es ihr nicht glaubten gab sie ihnen eine Haarprobe, die im Labor untersucht wurde und nicht gefärbt war. Ann Wigmore führte dies auf die Vitalstoffe im Gerstengras zurück, vor allem das Kupfer. 

Warum werden nur die Kopfhaare grau und die restliche Körperbehaarung erst viel viel später? Mit restlicher Körperbehaarung meine ich die Schambehaarung und die Brust- oder Rückenbehaarung. Wieso entscheidet der Körper bestimmte Stellen mit genügend Nährstoffen zu versorgen und andere nicht? 

Das selbe Thema haben wir beim Haarverlust und bei den Falten oder auch Altersflecken. 

Ich bin nicht dafür einen unter Druck zu setzen indem es heißt, dass graue Haare verschwinden müssen, die Haare nachwachsen und die Falten unsichtbar werden. Wir dürfen nicht vergessen, dass trotz optimaler Ernährung (Rohkost oder zumindest hoher Rohkost-Anteil) der Mensch noch vielen weiteren Umwelt-Einflüssen ausgesetzt ist. Die Sonne ist durch das Ozonloch nicht mehr so wie vor 100 Jahren. Die wachsen in einer verschmutzen Umwelt, werden in Flugzeugen (Bestrahlung) transportiert, in Containern mit Gasen gelagert und transportiert usw. Wir verbringen den Großteil unseres Lebens in geschlossenen Räumen, die einzige Bewegung acht Stunden lang ist für viele das Bewegen der Computer-Maus oder das Abheben eines Telefonhörers. 

Ich bin dafür die Möglichkeiten einer optimalen Ernährung zu nutzen, aber gegen einen Jugendwahn, der viele nur zur Abkehr von dieser wunderbaren Ernährungsform bringt, weil die hohen Ziele nicht erreicht werden können. Viele Rohköstler haben die Hälfte oder zwei Drittel ihres Lebens eben nicht nach den Gesetzen der Natur gelebt und gewisse Schädigungen (wie viele ungefüllte Zähne hast Du noch im Mund?) sind schon vorhanden und auch nicht wieder umkehrbar. 

Ich bin gespannt, wie wir ohne Zahnärzte aussehen würden, da wäre hier und da die eine oder andere Lücke ;-) Wie viele Rohköstler über 40 oder über 50 Jahre haben ihre Naturhaarfarbe? Ich kann es nicht beantworten. Es geht im Grunde genommen auch niemanden etwas an.

Ich möchte nur zum Nachdenken anregen und vielleicht eine Diskussion in Gang bringen.

Ich selber experimentiere im Moment mit Bockshornklee-Sprossen um zu sehen, ob es die grauen Haare in meinem Bart beeindruckt. 

Was hast Du für Erfahrungen gemacht? Was denkst Du ist ein natürlicher Reife- oder Alterungsprozess? Wir können bei den wild lebenden Tieren einen 15 Jahre alten Schimpansen rein äußerlich nicht von einem 35 Jahre alten (also kurz vor dem Tod) unterscheiden. Vielleicht fehlt uns aber auch nur das Auge dafür? Ich bin keinesfalls der Meinung, dass ab 70 Jahren ein Rollstuhl oder ein Krückstock zum Erscheinungsbild eines alten Menschen gehört, aber auch ein optimal in freier Natur lebendes Tier altert und stirbt. Nur die Spanne des Alterns liegt extrem kurz vor dem Tod. Anders wäre es in der Natur auch gar nicht möglich. 

Natürlich braucht kein Mensch plastische Chirurgie oder Botox, es ist nur ein Rumpfuschen an der Oberfläche. Wahre Schönheit und Ausstrahlung kommt von innen und hat auch etwas mit der Lebenseinstellung zu tun. 

Wer hat Erfahrungen mit sich wieder gefärbten Haaren gemacht, oder Haaren die wieder gewachsen sind? 

Das neue Video von Markus Rothkranz zu seinem neuen Buch könnt Ihr Euch hier ansehen, ich freue mich auf die Kommentare unterhalb dieses Beitrags!

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Top 5 Lügen, die Rohkost-Gurus gerne verschweigen

Rohkost-Lügen1. Sie sollten einem -Guru folgen

Dabei handelt es sich um ein beliebtes Missverständnis. Viele Menschen haben durch Rohkost signifikante Gesundheits-Verbesserungen oder einen starken Gewichtsverlust erreicht. Viele der Personen, die die Rohkost empfohlen haben, stellten sich auf einen Sockel und ernannten sich zum Guru. Nur was ist ein Guru? Ist jemand nach ein paar Jahren Rohkost bereits ein Guru oder Führer?

Um an die Rohkost zu glauben müssen Sie keinem Guru folgen. Denn die Wahrheit liegt in uns und wir haben alle nötigen Werkzeuge um es umzusetzen. Diese Gurus stehen auf der Bühne und präsentieren den letzten Schrei an Nahrungsergänzung oder Super Foods in roher Qualität oder auch tierischen Ursprungs.

2. Sie müssen unbedingt 100% Rohkost essen

Die 100%-Theorie ist weit verbreitet, obwohl viele Rohkost-Lehrer selbst nicht 100% Rohkost leben. In vielen Rohkost-Büchern wird 100% roh als einzige Möglichkeit propagiert, anstatt eine Lebensweise mit hohem Rohkost-Anteil. Dr. Brian Clemens und ein Team von Experten stellten fest, dass eine Rohkost-Diät mit 80-100% Rohkost-Anteil genauso wirksam ist wie eine mit 100%. Einige Menschen haben nicht die Disziplin die gekochten Speisen in die Rohkost-Diät zu integrieren, weil sonst der Rohkost-Anteil doch unter die 80% rutscht.

Wer aber diszipliniert ist und einen hohen Anteil Rohkost kombiniert mit Vollwertkost praktiziert wird sicherlich gesünder sein als die meisten Menschen auf diesem Planet.

3. Sie müssen tierische Produkte in Ihre Rohkost- integrieren

Bis vor etwa zwei Jahren war sich die Rohkost-Szene einig, dass eine rohe und vegane Ernährung die größten Vorteile bringt. Doch durch die Förderung und Bewerbung von Produkten tierischen Ursprungs begann ein Umdenken. Doch es gibt keine vernünftigen Gründe für den Verzehr tierischer Produkte. Die Rohkost-Gemeinschaft fokussiert stärker auf individuelle und weniger auf die Belange der Umwelt und des Tierschutzes.

Wenn Sie wichtige lebensverändernde Bücher wie “Diet for a New America” von John Robbins, The China Study von Dr. T Colin Campbell, oder die World Peace Diet von Dr. Will Tuttle lesen, werden Sie erkennen, warum tierische Produkte unnötig sind. Machen Sie sich selbst ein Bild und lassen Sie Ihren Körper entscheiden.

4. ist gesund

Schokolade im Rohkost-Bereich boomt, überall Schoko-Partys und viele Rohkost-Gurus loben den Nährstoff-Gehalt von Schokolade und seine einzigartigen Wirkungen. Aber wird auch Koffeein und süchtig machende Stoffe erwähnt. Viele haben Schokolade täglich auf ihrem Speiseplan anstatt es nur gelegentlich zu konsumieren. Einige Rohkost-Gurus empfehlen den täglichen Verzehr von Schokolade. Am besten seien Sie Ihr eigener Guru und entscheiden Sie dann!

5. Rohkost ist die Antwort auf alle Probleme des Lebens

Gesundheit hat mit viel mehr als nur mit der Ernährung zu tun. Stress ist ein krank machender Faktor und ich habe genügend Rohköstler gesehen, die sich mit dem Befolgen ihrer Diät solchen Stress gemacht haben, dass sie krank geworden sind. Gesunde und harmonische Beziehungen sind genauso wichtig. Unsere Gesellschaft wird immer mehr isoliert, obwohl wir per Computer und Email kommunizieren wird der persönliche Kontakt immer seltener. Zusätzlich wird unsere Umwelt in immer höherem Ausmaß zerstört.

Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung des englischen Artikels von Steve Prussack von RawVeganRadio, den Sie hier komplett lesen können:

The Top Five Lies the Raw Gurus Don’t Want You to Know

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Wann ist jemand ein Rohköstler? Wann ist jemand ein Veganer?

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Bild stammt von: BirgitH (pixelio.de)

Häufig fragen sich Menschen, die sich mit gesunder beschäftigen: Wie viel Prozent sind sinnvoll oder umsetzbar? Wann darf ich mich als bezeichnen? Was ist mit Rückfällen zur Kochkunst? Wie geht man damit um? Sollte man sich ein schlechtes Gewissen machen? Wo man doch weiß, dass eine unwiderlegbare Wahrheit ist und man auch die positiven Veränderungen am eigenen Körper gespürt hat.

Wenn selbst prominente Rohköstler, wie Victoria Boutenko, eingestehen, dass sie sich nicht zu 100% von Rohkost ernähren, warum sollten wir dann ein Problem damit haben?

Und trotzdem bin ich mir relativ sicher, dass die meisten ein Problem damit haben. Warum ist das so? Die Frage kann ich leider auch nicht beantworten, aber ich vermute, dass besonders Menschen sich ein “schlechtes Gewissen” machen, die auch in anderen Bereichen im Leben sehr hohe Anforderungen an sich stellen und zur Perfektion neigen. Perfektion und der Vergleich mit anderen kann wiederum sehr negative Seiten haben, denn es wird immer Menschen geben, die schöner, reicher, disziplinierter, erfolgreicher, spiritueller, einen höheren Rohkost-Anteil praktizieren usw.

Mit solchen Vergleichen setzen wir uns sehr stark unter Druck, dieser Druck erzeugt Unzufriedenheit bis hin zur Depression und wirkt sich auch übersäurend und somit gesundheitsschädigend auf unseren Körper aus.

Ich habe leider auch kein Patentrezept, wie man 100% Rohkost einfach durchziehen kann und wie man sich bei Ausnahmen kein schlechtes Gewissen machen soll.

Der Punkt ist doch, dass mit einem sehr hohen Rohkost-Anteil von 70, 80 oder 90% gesundheitliche Probleme früher oder später der Vergangenheit angehören werden. Mit den restlichen Prozent, also einer reinen Rohkost-Ernährung können wir das Maximum in Bezug auf , Leistungsfähigkeit aber vor allem Spiritualität erlangen. Mit Spiritualität meine ich eine besonders feine Wahrnehmungsgabe um Schwingungen aufzunehmen, die den meisten Menschen, weil sie zu abgestumpft sind, nicht bekannt sind, dazu zählt für mich vor allem die Liebe zur Natur und die Achtung vor anderen Mitgeschöpfen, sei es eine Fliege, ein Hund oder eine Kuh.

Ich habe einige Menschen kennengelernt, die mit dieser Sensibilität in unserer Gesellschaft und unserem Wertesystem nicht klar gekommen sind und darunter gelitten haben, dass andere Menschen diese Sichtweise nicht Mal zu einem Bruchteil auch spüren konnten. Es gibt also viele Gründe, warum jemand keine 100% umsetzen kann oder will.

Ab wie viel Prozent darf ich mich als Rohköstler bezeichnen? Benötigen wir den Begriff “Rohköstler” überhaupt? Es ist im Grunde genommen eine weitere Schublade oder Kategorisierung. Den Alles-Esser bezeichnen wir auch nicht als “Tier-Eiweiß-Esser” nur weil 70% seiner Ernährung tierischen Ursprung hat. Die Ernährung ist nur ein Bereich unseres Lebens, natürlich einer der wichtigsten. Denn die stärksten beiden Triebe sind der Selbsterhaltungs-Trieb (Essen ist hier neben Luft und Wasser elementar) und der Fortpflanzungstrieb (den wir als Menschen allerdings kontrollieren können ;-)

Diese Einteilungen und Schubladen haben viel damit zu tun sich einer Gruppe oder einer Denkrichtung zugehörig zu fühlen, bei einer von der Rohkost-Ernährung kommt vielleicht der Gedanke sich dieser Gruppe nicht mehr zugehörig zu fühlen.

Vielleicht sollte man einen anderen Begriff finden für die “Lebensweise eines Rohköstlers”? Ich habe allerdings auch keine Idee. Genau so verhält es sich mit dem Veganismus. Ich vermute Mal, dass die meisten Rohköstler der vegetarischen oder sogar der veganen Lebensweise folgen, weil sie aus ethischen Gründen nicht für Tierleid verantwortlich sein möchten. Viele sind vom Vegetarismus über den Veganismus zur Rohkost gekommen. Und eben diese Sensibilität, die mit dieser Ernährung einhergeht macht es uns schwierig tierische Produkte zu verzehren, denn vermutlich liegt eine stärkere Verbindung zu den Tieren vor als beim “Normalesser”.

Hier haben wir dasselbe Problem. Wann ist jemand ein oder darf sich als solcher bezeichnen? Ist jemand schon kein , weil er Honig isst oder noch Lederschuhe trägt? Oder ist jemand auch ein , wenn er nur ein Mal im Monat Joghurt, Käse oder Butter isst? Wenn jemand mit 80 oder 90% Rohkost-Anteil ein Rohköstler ist, dann sollte doch auch jemand, der zu 90+x% tierfrei lebt und isst sich aus als bezeichnen können? Man kann sich darüber streiten. Eventuell machen auch die Kategorisierungen keinen Sinn oder entmutigen nur, denn es gibt vielleicht jemand vorzeitig auf, nur weil er meint die 100% nicht zu schaffen. Wem ist damit gedient?

Ein Lebensstil mit 6 veganen Tagen in der Woche würde in Deutschland 68 Mio Veganern (bei 80 Mio. Einwohnern) entsprechen! Freue mich auf Eure Meinung zu dem Thema, vielleicht finden wir ja gemeinsam eine Antwort auf die obigen Fragen?!

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